Im Rhein können durch die permanent starke Strömung keine Inseln mehr entstehen. Sie würden auch eine Gefahr für die Schifffahrt darstellen. In den Abgrabungsseen werden teilweise Inseln angelegt. Anfangs dachten wir, dass diese für die Flussseeschwalben geeigneter wären, da sie größer sind. Dann mussten wir feststellen, dass die Inseln schon nach wenigen Jahren zuwachsen. Sie können nur durch eine sehr intensive alljährliche Pflege offen gehalten werden. Aber solche Inseln sind auch für andere Vogelarten attraktiv. Am Niederrhein siedeln sich auf solchen Inseln Möwen an. Da die großen Arten Silber-, Mittelmeer- und Heringsmöwe auch Eier und Küken von Flussseeschwalben fressen gibt es keine Koexistenz. Die Seeschwalben verlassen dann die Inseln.
Auf der im Foto zu sehenden Insel im Diersfordter Waldsee brüteten die Flussseeschwalben nur wenige Jahre. Jetzt dominieren hier die Heringsmöwen.